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Hauttyp: Wie lange bis zum Sonnenbrand?

Zwei Personen, nebeneinander, unter derselben Sonne, zur selben Zeit: die eine ist nach zwanzig Minuten rot, die andere übersteht den ganzen Nachmittag ohne Probleme. Keine Glückssache, sondern Hauttyp. Genau deshalb fragt Raydrop schon bei der Profilerstellung danach: ohne diese Angabe ist eine einzige Warnschwelle für die ganze Bande bedeutungslos.

Die Fitzpatrick-Skala, kurz erklärt

Der Hauttyp ordnet die Sonnenempfindlichkeit der Haut auf einer Skala von I bis VI ein, von sehr hell bis sehr dunkel. Die UV-Programmierschnittstellen hinter Sonnen-Apps nutzen genau diese Skala, um sichere Belichtungszeiten je nach UV-Index und Hauttyp zu schätzen. Konkret: je niedriger der Hauttyp (sehr helle Haut, helles Haar, häufiger Sonnenbrand, kaum Bräune), desto schneller reagiert die Haut auf eine bestimmte Strahlungsdosis. Ein höherer Hauttyp (olivfarbene bis dunkle Haut, seltener Sonnenbrand) verträgt dagegen längere Belichtung beim gleichen UV-Index. Die meisten Menschen liegen irgendwo dazwischen, und auch die jüngste Sonnengeschichte der Haut verschiebt die Empfindlichkeit noch etwas.

In der Praxis lassen sich die sechs Hauttypen so zusammenfassen:

Zeit bis zum Sonnenbrand: eine Schätzung, keine Garantie

Wichtiger Punkt: der Hauttyp liefert nur eine Schätzung. Er sagt nichts über die kurze Nacht davor, ein fotosensibilisierendes Medikament, das man nebenbei nimmt, oder darüber, dass genau diese Hautstelle letzte Woche schon einmal verbrannt war und dadurch empfindlicher ist. Raydrop kombiniert den angegebenen Hauttyp mit dem echten UV-Index des Moments, um den Rhythmus der Erinnerungen anzupassen, aber diese Zahl bleibt ein vorsichtiger Richtwert, keine medizinische Stoppuhr. Keine App, kein Sensor, ersetzt die Aufmerksamkeit für die eigene Haut während der Sonnenzeit.

Was LSF wirklich tut: er multipliziert die Zeit, er befreit nicht vom Nachcremen

Der häufigste Irrtum: hoher Lichtschutzfaktor bedeutet, morgens einmal eincremen reicht, und Creme bis zum Abend vergessen. Ein höherer LSF schützt besser, solange er auf der Haut ist, aber das heißt nicht, dass er länger hält. LSF 50 hält nicht doppelt so lange wie LSF 25: er schützt besser bei gleicher Zeit, und das ist nicht dasselbe. Der dermatologische Konsens ist hier eindeutig: ob LSF 15, 30 oder 100, der Rhythmus des Nachcremens bleibt gleich.

Warum alle zwei Stunden nachcremen

Die Zwei-Stunden-Regel im Freien ist keine willkürliche Konvention: sie ist der Richtwert der Dermatologie, und er berücksichtigt zwei getrennte Effekte. Erstens bauen sich Sonnenfilter mit der Zeit und durch die UV-Strahlung selbst ab: der Schutz nutzt sich chemisch ab, auch ohne Bewegung vom Handtuch. Zweitens nutzt sich die Cremeschicht mechanisch ab: Reibung an Kleidung, Kontakt mit Sand, Schweiß. Ergebnis: zwei Stunden sind an einem trockenen Tag ohne Aktivität schon ein großzügiges Maximum. Sobald geschwommen, geschwitzt oder abgetrocknet wird, gilt: früher nachcremen. Ein Bad kann den Schutz in weniger als einer Stunde schwächen und fast auslöschen, selbst mit einer sogenannten wasserfesten Formel, die Zeit gewinnt, das Problem aber nicht beseitigt.

Was Raydrop damit macht

Raydrop fragt bei der Profilerstellung den Hauttyp jeder Person ab, dazu den üblicherweise genutzten Lichtschutzfaktor. Daraus gleicht die App dieses Profil mit dem echten UV-Index deines Standorts ab, um den Rhythmus der Erinnerungen zu straffen oder zu lockern: früher, wenn der Index steigt oder das Profil empfindlich ist, später, wenn der Himmel sich bewölkt. Die Zwei-Stunden-Grenze bleibt der Standardwert, automatisch verkürzt bei Aktivität oder Baden, die in der App vermerkt sind. Jedes Mitglied der Bande behält seinen eigenen Timer: der hellste Hauttyp in der Familie gibt nicht den Takt für alle vor, und umgekehrt auch nicht.

Genau dasselbe Prinzip wird bei Kindern noch nützlicher: ihre Haut reagiert anders, und genau darum geht es im letzten Artikel dieser Reihe.

Raydrop hilft beim Erinnern ans Eincremen; sie ersetzt keinen ärztlichen Rat. Bei fotosensibilisierenden Medikamenten oder Risikohaut: Arzt fragen.

Quellen

  1. OpenUV, sichere Belichtungszeit nach Fitzpatrick-Hauttyp
  2. Cleveland Clinic, „How Often to Reapply Sunscreen"
  3. Johns Hopkins Medicine, „Sunscreen and Your Morning Routine"

Ein Creme-Rhythmus für jeden Hauttyp

Raydrop kennt den Hauttyp von jedem und strafft die Creme-Erinnerung, wenn der UV-Index steigt.

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